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Wenn Gestaltung aus einem kontinuierlichen experimentellen Prozess heraus entsteht, dann waren Voraussetzungen vonnöten. Diese Voraussetzungen setzen sich zusammen aus geschichtlichem Wissen und daraus folgenden empirischen Vorgehensweisen, aus der Erkenntnis von Gewohnheiten, aber auch aus Visionen, aus »provoziertem Zufall« und aus »geistiger Freiheit«.
Notwendig scheinen zudem äußerste Konzentrationsfähigkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen aber auch Rücksichtnahme, Respekt und Analyse bezüglich Stofflichkeiten und Werkzeugen zu sein. Forciert wird das Ganze durch den bewussten Einsatz von Suggestionsfaktoren, welche die psychischen- und biologischen Korrelationen der Gestalterpersönlichkeit vorübergehend verändern. Wenn dann noch Entwicklungszeiten während des Schaffensprozess zugelassen werden und Denkrichtungen aufgrund ungewollter Veränderungen in der Empfindung umgeworfen werden, so ist die Plattform für künstlerische Ansätze geschaffen. Ergebnisse könnten unter Umständen exhibiert werden.

Spielt jedoch der Transport einer Botschaft eine Rolle, so verläuft der Prozess unter Einfluss dieser Intention ab. Hier wäre die Einbeziehung sozialer– und kultureller Verantwortung in den Schaffensprozess von Bedeutung, um nicht nur der Gesellschaft etwas spezifisches mitzuteilen, sondern Interpretationsspielräume – zu geben – zu entfachen und/oder zum Denken anzuregen. Für eine »überlastete«, wirtschaftlich orientierte Gesellschaft mit abbröckelndem Verständnis für Kunst, Abstraktion, Ästhetik, Philosophie, Qualität etc. – zurückzuführen in erster Linie auf curriculare Strukturen – wäre eine entsprechende Botschaft geradezu notwendig.

Martin Kofler visualisierte bereits in der Vergangenheit sowohl Empfindungen als auch Botschaften und legte mit Vorstufenobjekten bereits Richtungen vor, die Zukunftspotential zeigen. Eine sichtbare Richtung hat sich zur Zeit bei ihm herauskristallisiert und stabilisiert. Ergebnisse dieser noch nicht abgeschlossenen Schaffensphase hat Martin Kofler umgesetzt und der Entstehungsprozess könnte mit oben beschriebener These begründet werden, die Qualität zeigt sich entsprechend. Möge Herrn Kofler nichts von seinem derzeitigen Weg abhalten.

Prof. Hans Richard Heitmann
Augsburg, November 2007



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